Systemicon Abgassysteme einwandig
Öl
Gas
Überdruck bis 200Pa
Feuchter Betrieb
Temperatur bis 120°C
Temperatur bis 200°C
Flex-Wandstärke 0,8mm
Flex-Wandstärke 0,16mm
Rabattgruppe FLEX

EW-LINE FLEX AL

Druckdichtes flexibles Abgassystem aus Edelstahl

Die einwandige, flexible und druckdichte Systemabgasleitung aus Edelstahl eignet sich perfekt für die Sanierung bestehender Hausschornsteine mit Versatz. Das Einbringen in den Kamin erfolgt einfach von der Mündung aus. Die biegsamen Flexrohre können einfach mit den Basisteilen des Systems EW-AL-BI kombiniert werden, die mitgelieferten Dichtringe aus EPDM oder Silikon machen das System druckdicht bis 200 Pa, es eignet sich somit perfekt für den Anschluss an Überdruck-Feuerstätten für Öl und Gas sowie Brennwertgeräte.

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Produktbeschreibung

Eigenschaften

  • Druckdicht
  • Einfacher Einbau ohne Aufbruch des Schachtes bei Verzügen
  • Feuchteunempfindlich
  • Innen glattwandig bei zweilagiger Ausführung
  • Kombinierbarkeit mit Basisteilen des Systems EW-AL-BI

Einsatzbereiche

  • Regelfeuerstätten für Öl und Gas
  • Brennwertgeräte

Technische Daten

Material1.4404 (316L)
OberflächeMatt
Wandstärke0,6 mm (starre Innenrohre EW-AL-BI)
0,08 mm (Flex einlagig)
0,16 mm (Flex zweilagig)
Weitere auf Anfrage
Innendurchmesser80 - 250 mm, weitere auf Anfrage bis 400 mm (flexible Rohre)
80 - 250 mm (starre Innenrohre EW-AL-BI)
VerbindungSteckverbindung Muffe / Sicke mit innenliegener Spezialdichtung sowie zugelassenem Dichtmittel für die Flexverbindung
DichtungEPDM-Dichtung ALBI367 (bis 120°C)
Silikon-Dichtung ALBI26 (bis 200°C)

EW-LINE FLEX AL

CE-ZERTIFIKATSNUMMER

0036 CPR 9174 013

 

 

CE-KLASSIFIZIERUNGEN NACH DIN EN 1856-2

Flex einlagig
Mit Silikondichtmasse:
T120 - P1 - W - V2 - L50008 - O
T200 - P1 - W - V2 - L50008 - O

Flex zweilagig (2x 0,08 = 0,16)
Mit Silikondichtmasse:
T120 - P1 - W - V2 - L50008 - O
T200 - P1 - W - V2 - L50008 - O

Starre Innenrohre
Mit EPDM-Dichtung:
T120 - P1 - W - V2 - L50060 - O

Mit Silikon-Dichtung:
T200 - P1 - W - V2 - L50060 - O

Kontakt

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peter.veit@jeremias.de

FAQ

Fragen über Fragen? Hier finden Sie häufig gestellte Fragen rund um unsere einwandigen Systemen und unsere Antworten.
Falls Sie noch mehr wissen möchten, können Sie uns gerne direkt kontaktieren.

Wann ist bei einer Abgasleitung eine zusätzliche Reinigungsöffnung erforderlich?

Ein zusätzliches Revisionselement ist erforderlich, wenn sich nicht alle Bereiche der Abgasleitung über die untere Reinigungsöffnung oder von der Mündung aus kontrollieren und reinigen lassen.

Das ist beispielsweise bei einem stärkeren Versatz, einer längeren Schrägführung oder einem schwer erreichbaren Leitungsabschnitt der Fall. Die Anforderung gilt für Abgasleitungen aller Brennstoffarten; bei Festbrennstoffanlagen ist die gute Zugänglichkeit wegen möglicher Ruß- und Ascheablagerungen besonders wichtig. Anzahl, Lage und Zugänglichkeit der Reinigungsöffnungen richten sich nach DIN 18160-1 und dem konkreten Verlauf der Abgasanlage.

Muss ein einwandiges Edelstahlrohr im Schacht gedämmt werden?

Nicht zwingend – maßgeblich ist die Zulassung des jeweiligen Schachtsystems, die den zulässigen Aufbau mit oder ohne Dämmung genau vorgibt.

Bei FURADO-A ist die Ausführung bis zur Temperaturklasse T160 ohne zusätzliche Dämmung zulässig; für die Ausführung bis T600 ist eine 25 mm starke Dämmung erforderlich. Bei FURADO-F für Festbrennstoffe bis T400 wird das Innenrohr ebenfalls mit 25 mm Dämmung ausgeführt. Welche Ausführung im konkreten Fall gilt, zeigt dieJeremias FURADO-Schacht-Zulassungsübersicht.

Muss ein einwandiges Edelstahlrohr bei der Schornsteinsanierung gedämmt oder isoliert werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten – maßgeblich ist immer der vollständige, für die konkrete Anlage klassifizierte Systemaufbau.

Ob und wie stark das einwandige Edelstahlrohr gedämmt werden muss, richtet sich nach der Klassifizierung und Montageanleitung des eingesetzten Innenrohrsystems, der Temperaturklasse, dem Brennstoff sowie den Abständen zu brennbaren Bauteilen. Auch die Vorgaben zum Ringspalt und zu einer gegebenenfalls erforderlichen Hinterlüftung müssen eingehalten werden. Stimmen Sie die geplante Maßnahme vorab mit dem bezirksbevollmächtigten Schornsteinfeger ab – er nimmt die Anlage vor der Inbetriebnahme ab.

Wie verbinde ich zwei Abgasrohre mit unterschiedlichem Durchmesser oder Werkstoff?

Mit einer Kraftschluss-Manschette. Sie verbindet zwei Rohre auch dann, wenn diese aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen oder nicht genau denselben Außendurchmesser besitzen.

So lässt sich beispielsweise ein Kunststoffrohr mit einer Abgasleitung aus Edelstahl verbinden: Eine EPDM-Manschette dichtet die Rohrenden ab, flexible Kunststoffsegmente gleichen die unterschiedlichen Durchmesser aus und zwei Edelstahlspannbänder sichern die Verbindung mechanisch. Je nach Manschettengröße lassen sich Durchmessersprünge bis 43 mm überbrücken. Die Manschette ist bis 120 °C temperaturbeständig (bei BHKW maximal 100 °C). Typische Anwendungen sind Geräteanschlüsse, Reparaturen und Übergänge zwischen bestehenden und neuen Leitungen.

Wann wird ein Zugbegrenzer benötigt und wie wird das festgestellt?

Ein Zugbegrenzer wird bei Unterdruckanlagen benötigt, wenn der vorhandene Schornsteinzug höher ist oder stärker schwankt, als es die Feuerstätte für einen sicheren und gleichmäßigen Betrieb benötigt – etwa durch einen hohen Schornstein, niedrige Außentemperaturen oder Wind.

Festgestellt wird das über den Förderdruck: Der vom Hersteller der Feuerstätte angegebene Wert wird bei der Planung mit dem berechneten Förderdruck der Abgasanlage verglichen. Bei bestehenden Anlagen kann zusätzlich eine Messung während des Betriebs erforderlich sein. Überschreitet der Unterdruck den eingestellten Wert, öffnet die Klappe selbstständig und lässt kontrolliert Raumluft in die Abgasanlage einströmen; sinkt der Unterdruck wieder, schließt sie. So lassen sich ein zu schneller Abbrand und unnötige Wärmeverluste über den Schornstein reduzieren. Auswahl, Einbau und Einstellung erfolgen durch Fachpersonal und sollten mit dem zuständigen Schornsteinfeger abgestimmt werden.

Warum gibt es Zugbegrenzer in unterschiedlichen Ausführungen?

Weil sich der Zugbegrenzer damit an unterschiedliche Abgasanlagen und Einbausituationen anpassen lässt – die Bauform richtet sich nach dem Anschlusspunkt.

Rechteckige Zugbegrenzer werden über einen Schiebestutzen direkt in ein passendes Schornstein-Revisionselement eingesetzt, runde Varianten passgenau auf spezielle Anschlussstutzen des Abgassystems montiert. Für die Nachrüstung an bestehenden Abgasrohren eignen sich universelle Ausführungen: Sie werden über eine ausgeschnittene Öffnung angesetzt und mit einem Spannband fixiert und sind dadurch stufenlos für verschiedene Rohrdurchmesser einsetzbar. Für Sonderfälle – insbesondere bei größeren Anlagen oder speziellen Brennstoffen – gibt es zudem Modelle mit integrierter Überdruck- oder Explosionsklappe, die kurzzeitige Druckstöße beim Anfahren oder bei Verpuffungen sicher ausgleichen.

Was unterscheidet einen Zugbegrenzer von einer Abgasklappe?

Der Zugbegrenzer führt der Abgasanlage Raumluft zu, die Abgasklappe sitzt dagegen direkt im Abgasweg – beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Der Zugbegrenzer reagiert auf Abweichungen vom optimalen Förderdruck im Schornstein: Seine Klappe öffnet selbstständig und lässt kontrolliert Raumluft einströmen, bis der eingestellte Förderdruck wieder erreicht ist. Die Abgasklappe öffnet und schließt beziehungsweise begrenzt den Querschnitt des Abgaswegs und kann beispielsweise während der Stillstandszeit der Feuerstätte Wärmeverluste verhindern. Bei motorischen Ausführungen öffnet sie vor dem Start des Brenners und gibt den Abgasweg frei.

Wofür wird ein einwandiges Abgassystem aus Edelstahl eingesetzt?

Ein einwandiges Abgassystem – bei Jeremias als EW gekennzeichnet – wird überall dort eingesetzt, wo das Abgasrohr keine eigene Dämmung im Systemaufbau benötigt: als Verbindungsstück zwischen Feuerstätte und Schornstein und als Innenrohr zur Sanierung eines bestehenden Schornsteins.

Jeremias führt dafür starre Edelstahlrohre (EW-FU, EW-ALBI, EW-SILVER), flexible Ausführungen für die Schachtsanierung (EW-LINE FLEX FU, EW-LINE FLEX AL), die konische Verbindungstechnik EW-KL sowie Kunststoffsysteme aus Polypropylen für Brennwertanwendungen (EW-PPS, EW-PP-FLEX). Welches einwandige Edelstahlrohr passt, richtet sich nach Brennstoff, Temperaturklasse und Einbausituation.